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 „Prüfet alles und das Gute behaltet“,

schrieb der große Theologe und Apostel Paulus in einem Brief (1. Thes. 5.21) an seine Glaubensgenossen in Thessalonich, einer großen Stadt in Griechenland. Viele Jahre später warnte der letzte lebende Apostel die Christen: „Ihr Lieben, glaubet nicht einem jeglichen Geist, sondern prüfet die Geister, ob sie von Gott sind; denn es sind viel falsche Propheten ausgegangen in die Welt.“ Glaubenslehren, auch die der eigenen Kirche zu prüfen ist also grundsätzlich kein Misstrauen gegenüber der jeweiligen Kirchenleitung, sondern der Liebe zur Wahrheit geschuldet. Doch mit welchem Messmittel kann man auch als Nichttheologe die „Geister“ (Lehren) zuverlässig prüfen?

Das richtige Prüfmittel

Jeder Mensch weiß, dass es z. B. bei einer Prüfung darauf ankommt, welches Messmittel und welche Maßeinheit man verwendet. Man prüft die Menge von Flüssigkeiten nicht mit einem Thermometer und Temperaturen nicht mit einem Litermaß. Dies Prinzip gilt auch für die Wahrheitsfindung im Allgemeinen aber auch im speziellen Bereich der Religion und des Glaubens. Doch, welches  geeignete  Messmittel ist bei Glaubenslehren zum Prüfen auf Wahrheit am Besten geeignet? Sind es der menschliche Verstand oder mündliche Überlieferungen? Da sich die Kernlehren des Christentums auf die schriftlichen Überlieferungen der biblischen Propheten, der Evangelien sowie auf die apostolischen Briefen berufen, liegt es auf der Hand, diese Schriften als Prüfmaßstab zu benutzen.

Einfache Prüfmethoden

a) Der Praxistest

Es soll ja fromme Zeitgenossen geben die meinen z. B., die Lehren Jesu könne man nicht prüfen, sondern nur glauben oder auch nicht. Doch Jesus war da anderer Auffassung. Er rief damals seine Zuhörer auf, seine Lehre zu prüfen. Und zwar mit einer einfachen Methode und einen Messmittel, was jeder besitzt: Die eigene Erfahrung im praktischen Leben. „So jemand will (Gottes) Willen tun, der wird innewerden, ob diese Lehre von Gott sei, oder ob ich von mir selbst rede.“ (Joh.7.17) Das praktische Ausprobieren der Lebenslehren Jesu ist ein sicherer Weg, sich von der Wahrheit, die Jesus im Auftrag Gottes verkündigte, zu überzeugen.

b) Der Schriftvergleich

Eine weitere Prüfmethodel ist der Vergleich. Man nimmt die Worte Gottes, die er durch seine Propheten und durch die Apostel (die zwölf Jünger Jesu) ausgesprochen hat - zusammengefasst in einem Buch (die Bibel) - und vergleichen sie mit den jeweiligen Kirchenlehren. Die biblischen Texte sind ein Messmittel, mit dem jede kirchliche Lehre auf Wahrheit geprüft werden kann. Aber auch hier gilt: je genauer die Übersetzung, umso exakter kann man die Texte mit den Kirchenlehren vergleichen. Moderne, der heutigen Umgangssprache angepassten Bibeln, sind dafür wenig, bzw. gar nicht geeignet. Empfehlenswert für das Neue Testament ist die "Konkordante Übersetzung" oder die "Lutherbibel in der Fassung von 1912" oder die "Eberfelder Bibel". Auf dieser Grundlage kann heute jeder, der des Lesens kundig ist selber prüfen, ob die Lehren, welche seine Kirche lehrt, mit den biblischen Texten übereinstimmen oder nicht.

Welche Lehren sollen geprüft werden?

Neben den Haupt- oder Kernlehren gibt es auch viele kirchliche Sonderlehren in den unterschiedlichen christlichen Konfessionen. Ihre Prüfung ist nicht das Anliegen des Autors. Was ebenso für die zahlreichen unterschiedlichen Interpretationen biblischer Prophetie gilt. Die hier behandelten Lehren sind eine Auswahl der sogenannten Kernlehren der allgemeinen Christenheit. Die angeführten Bibeltexte, zu den unterschied- lichen Themen, sind wegen ihrer Deutlichkeit ausgesucht und erheben keinen Anspruch auf Vollzähligkeit. Sie sollen den Lesern dieser Internetseite zur Wahrheitsfindung dienen. „Dein Wort ist die Wahrheit“, hatte Jesus ( Joh. 17.17) in seinem Gebet zu Gott gesprochen. Diese grundsätzliche Aussage bildet die Basis, um in einem Ozean von unterschiedlichen kirchlichen Lehren zu prüfen, in wie weit eine kirchliche Lehre den biblischen Textaussagenn entspricht, bzw. von den biblischen Aussagen. abweicht.